Der Muslim und das Umfeld
45- Hütet euch vor schlechter Umgebung, wie ihr euch vor einer giftigen Schlange hüten würdet! Vergesst nicht, dass die schlechte Umgebung einen viel schlimmer vergiftet als eine giftige Natter.
46. Das Leben des Menschen verläuft nicht immer ruhig. Manchmal schlägt es hohe Wellen. Schließt für solche Zeiten Freundschaften, die euch als ein schützender Hafen dienen können. Es sollen solche Freundschaften sein, die euch hochheben, wenn ihr gefallen seid, und wenn ihr
stolpert, sollen euch eure Freunde festhalten, und selbst, wenn eure Knie versagen, sollen sie euch auf ihren Rücken tragen.
47. Ihr könnt, wenn ihr als Einzelner angegriffen werdet, euch individuell zur Wehr setzen. Aber gegen einen Angriff durch die Gesellschaft nützt keine individuelle Verteidigung. Um einen Angriff durch die Gesellschaft abwehren zu können, müsst ihr dem etwas Gleiches entgegensetzen: Eineigene Gemeinschaft aufbauen. Um euch vom negativen Einfluss der Straßen, der Massen zu reinigen, schaut euch nach Herzen und Menschen um, bei denen ihr sozusagen Visum und Reisepass eine Bleibe finden könnt.
48. Der Muslim ist jemand, der sich nicht der Umwelt, 1n der er sich befindet, anpasst, sondern er ist eine Persönlichkeit, die ihr Umfeld entsprechend ihrer Überzeugin, verändert. In diesem Sinne ist er ein aktiver und effektiver Mensch. Effektivität für euch würde dann bedeuten, dass euer Iman die Herrschaft über euch erlangt hat.
49- Versucht das Üble nicht dadurch kenenzulernen indem ihr es durchlebt. Dies würde dem Probieren des Todes gleichkommen. Es wäre fatal zu sagen: „Ich werde mal den Tod kosten, und wenn er mir nicht gefällt dann werde ich eben nicht mehr sterben". Sünde wird nicht ausprobiert! Was für alle schlecht ist, ist auch für euch selbst schlecht. Wenn ihr festlegt, was das Gute und das Übel, ist, so soll euer Vertrauen zu Allah uneingeschränkt Besteht denn Iman nicht eigentlich aus diesem?
5o. Achtet nicht nur peinlich auf euren menschlichen Umgang, sondern auch auf euer Umfeld in der Natur. Macht euch bewusst, dass ihr mit der Natur den gleichen Din teilt Sie ist euer Bruder im Glauben nur ohne Bewusstsein. hindert nicht den Qiyäm (das Stehen) eines Baumes, indem ihr ihn fällt, die Ruku' (Verneigung) eines Tieres, indem ihr es zum Vergnügen tötet, die Sadschda (Niederwerfung) des Wassers, indem ihres verschwendet. Die Natur ist euch von Allah anvertraut, so übt keinen Verrat an ihr.