Der Prophet und die zwei Gruppen

Der Prophet (s.a.s.) betrat einmal die Moschee und wurde auf zwei Gruppen aufmerksam. Beide Gruppen waren beschäftigt: die eine mit Beten und die andere mit dem Lehren und Lernen. Mit Freude beobachtete er beide Gruppen und wandte sich an seine Begleiter: "Beide Gruppen tun Gutes und sind auf dem Weg zur Glückseligkeit. Doch ich bin gekommen, um zu lehren und aufzuklären", sagte er, schloss sich der Gruppe der Lehrenden und Lernenden an und setzte sich zu ihnen.

Das gemeinsame Essen

Der Prophet (s.a.s.), seine Gefährten und Helfer stiegen von ihren Reittieren ab, stellten die Lasten auf den Boden und beschlossen, einen Hammel zu schlachten und zuzubereiten. "Ich schlachte den Hammel", sagte einer der Gefährten. "Ich ziehe das Fell ab", sagte ein anderer. "Ich übernehme das Kochen", sagte der dritte. "Dann übernehme ich das Holzsammeln in der Wüste", sagte der Prophet. "Bemüht Euch nicht, Gesandter Gottes, macht es Euch gemütlich. Es ist uns eine Ehre, diese Arbeiten zu erledigen", sagten die Begleiter. "Ich weiß, daß ihr das für mich tun wollt, doch Gott sieht es nicht gerne, wenn eines seiner Geschöpfe eine Sonderstellung unter seinen Freunden beansprucht", sagte der Prophet, ging in die Wüste und sammelte Disteln und Grashalme

 

Im Gefolge des Khalifen

Auf dem Wege nach Kufa kam Imam Ali (a.s.) in der Stadt Anwar an, deren Bevölkerung Perser waren. Die persischen Honoratioren und die Bauern waren erfreut, das ihr geliebter Khalif durch die Stadt zog. Sie bereiteten ihm einen herzlichen Empfang. Als sich Imam Alis (a.s.) Pferd in Bewegung setzte, liefen die Leute vor dem Pferd her. Imam Ali (a.s.) rief sie zu sich und fragte: "Warum lauft ihr so? Was bedeutet das?" Die Leute antworteten: "Das ist eine Art Hochachtung, die wir unseren Herrschern und verehrten Persönlichkeiten entgegenbringen, eine Art Sitte und Höflichkeitsbezeigung, die bei uns so üblich ist. " Imam Ali (a.s.) sagte daraufhin: "Das macht euch in dieser Welt zu schaffen und beschert euch Unglück in der anderen Welt. Unterlaßt alles, was euch erniedrigt. Im übrigen, was haben diese Leute davon, wenn ihr so etwas tut?"